02. April 2025

Mehr Sicherheit dank HSZG

Siemens Energy in Görlitz profitiert von Konzepten der HSZG zur Verbesserung der Gesundheit und Reduktion psychischer Belastungen.

Die Zusammenarbeit zwischen Siemens Energy und der Hochschule Zittau/Görlitz zeigt bereits messbare Erfolge. Wissenschaftlich fundierte Konzepte zur Förderung der Gesundheit und zur Reduktion psychischer Belastungen konnten im Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden. Ein zentrales Projekt war die Einführung des Behavior Based Safety (BBS)-Programms, das im Rahmen einer arbeitspsychologischen Abschlussarbeit an der HSZG begleitet wurde.

Siemens Energy in Görlitz gilt heute konzernweit als Vorzeigebetrieb für eine positive Sicherheitskultur in der Konzernstruktur. Ein eindrucksvoller Beleg: Der Produktionsbereich des Standorts ist seit fast vier Jahren unfallfrei. Insgesamt konnte die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen sieben Jahren um rund 75 Prozent gesenkt werden. Grundlage dieses Erfolgs ist die konsequente Einbindung aller Mitarbeitenden sowie der Aufbau einer offenen und vertrauensvollen Fehlerkultur – koordiniert und begleitet durch Andreas Frömmter.

Zur erfolgreichen Umsetzung von BBS wurde das digitale BASA-Screening eingesetzt, das an der HSZG wissenschaftlich entwickelt und technologisch weiterentwickelt wurde. Die aktuelle Version ist speziell an die Anforderungen der neuen Arbeitswelt angepasst – geprägt durch zunehmende Digitalisierung, mobile Arbeit und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Sie beinhaltet bereits erste KI-gestützte Auswertungsfunktionen, die eine schnelle, datengestützte Rückmeldung zur psychischen Gefährdungslage und zur Sicherheitskultur ermöglichen. Gleichzeitig erfüllt das BASA-Verfahren die gesetzlichen Anforderungen der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz.

Für Studierende der HSZG besteht bei regelmäßigen Exkursionen nach Görlitz die Möglichkeit, praxisnahe Einblicke in moderne betriebliche Gesundheits- und Sicherheitskonzepte zu gewinnen. Besonders in Zeiten rasanter technologischer Veränderungen – etwa durch die zunehmende Integration von KI und Robotik – wird deutlich, wie wichtig wissenschaftlich fundierte Methoden zur Analyse und Gestaltung von Arbeits- und Organisationsstrukturen sind. Hier leisten die Hochschule und ihre Absolventinnen und Absolventen einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

Foto: Prof. Dr. rer. nat. Matthias Schmidt
Ihre Ansprechperson
Prof. Dr. rer. nat.
Matthias Schmidt
Fakultät Sozialwissenschaften
02826 Görlitz
Brückenstraße 1
Gebäude II, Raum 156
Erdgeschoss
+49 3581 374-4315